
(LV-Nr. 060222)
Im Sommersemester 2026 veranstalte ich gemeinsam mit Frau Dr. Sarah Sander vom Institut für Medienwissenschaft (ifm) der RUB und in Kooperation mit dem Kino Endstation in Langendreer sowie der Volkshochschule (vhs) Bochum das Seminar
Dystopisches (Straf-)Recht im Film
(mit vierter häuslicher Arbeit nach §§ 33 Nr. 1, 34 Abs. 2 SPO 2023)
Was geschieht, wenn das Recht zum unkontrollierten Herrschaftsinstrument wird? Im Mittelpunkt der Filmreihe stehen Spielfilme, die dystopische Entwicklungen des (Straf-)Rechts verhandeln. Diese Inszenierungen machen sichtbar, was juristische Abhandlungen nur schwer vermitteln können: die Allgegenwart von Kontrolle, die Fragilität der Freiheit und die Ohnmacht des Individuums. Die Teilnehmenden des Seminars analysieren filmische Erzählungen über Entgleisungen des Rechts, stellen Bezüge zu realen Entwicklungen her und diskutieren, welche ästhetischen Formen das Kino findet, um den Verlust von Freiheit und Verlässlichkeit fühlbar zu machen.
Zeitraum und Ort:
Sommersemester 2026 (20.04. bis 13.07.2026); zweiwöchentlich (7 Filme)
immer montags um 17 Uhr; öffentliche Filmvorführung um 18 Uhr
Kino Endstation in Bochum-Langendreer, Wallbaumweg 108, 44894 Bochum
Eine Besonderheit der Veranstaltung liegt darin, dass an dem Seminar sowohl Studierende der Rechtswissenschaft wie auch der Filmwissenschaft teilnehmen werden, um einen im besten Sinne interdisziplinären Austausch zu ermöglichen.
Die Studierenden der Rechtswissenschaft, die im Rahmen der Veranstaltung eine vierte häusliche Arbeit schreiben möchten, können jeweils zu einem der sieben Filme einen kurzen juristischen Input vor der Filmvorführung geben. Nach Abschluss der Veranstaltung haben die Studierenden vier Wochen Zeit, ihre Überlegungen und Eindrücke in einem Essay von maximal 15 Seiten auszuarbeiten. Bei erfolgreicher Teilnahme am Seminar wird diese Hausarbeit als vierte häusliche Arbeit nach §§ 33 Nr. 1, 34 Abs. 2 SPO 2023 anerkannt. Das genaue Vorgehen wird in der ersten Sitzung am 20.04.2026 erläutert.
Für diejenigen, die im Rahmen des Seminars eine häusliche Arbeit schreiben möchten, stehen nur begrenzt Plätze zur Verfügung. Sie müssen sich daher im Vorfeld anmelden. Bei Interesse schicken Sie Ihre Anmeldung bitte bis zum 05.04.2026 per E-Mail an
Es sind aber – unabhängig von der Anfertigung einer vierten häuslichen Arbeit – selbstverständlich alle anderen Studierenden und Universitätsmitglieder herzlich eingeladen, als reguläre Kinogäste an einer oder mehreren Filmvorführungen teilzunehmen.
Die genaue Liste der ausgewählten sieben Filme wird in Kürze veröffentlicht.
(März 2026)
Am 21./22.11.2024 finden an der Ruhr-Universität Bochum eine Tagung zur „Zukunft der rechtswissenschaftlichen Fachdidaktik“ sowie die Gründungsversammlung der "Gesellschaft für Didaktik der Rechtswissenschaft" statt. Frau Professorin Ingke Goeckenjan wird auf der Tagung einen Impulsvortrag zu den fachspezifischen Differenzierungen in der rechtswissenschaftlichen Fachdidaktik aus strafrechtswissenschaftlicher Sicht halten.
Nähere Informationen finden Sie hier.
(Nov. 2024)
Wieder einmal ist die Diskussion um die Reform der Juristenausbildung in vollem Gange – und wieder einmal wird sich kaum etwas verändern, meinen Ingke Goeckenjan und Julian Krüper in einem Beitrag in der LTO. Sie kritisieren: Ohne Plan können wir noch ewig debattieren.
(Juni 2024)
Am 15. Dezember 2023 wurde Frau Professorin Ingke Goeckenjan von der Präsidentin des Oberlandesgericht Hamm, Frau Gudrun Schäpers, zur Richterin am Oberlandesgericht ernannt. Die richterliche Tätigkeit übt Ingke Goeckenjan im zweiten Hauptamt aus.
(Dez. 2023)
Im Wintersemester 2023/24 biete ich das Seminar „Wegweisende strafrechtliche Gerichtsentscheidungen in Deutschland in ihren historischen und gesellschaftlichen Bezügen“ an. Die dort anzufertigende Seminararbeit wird als vierte häusliche Arbeit nach §§ 33 Nr. 1, 34 Abs. 2 SPO 2023 anerkannt. Weitere Informationen finden Sie hier.
(Okt. 2023)
Für das aktuelle Heft der Zeitschrift für Didaktik der Rechtswissenschaft (ZDRW) hat Ingke Goeckenjan ein Gespräch mit vier Jurastudierenden der RUB sowie mit Alexandra Seeland, Mitarbeiterin im Team der Psychologischen Studienberatung der RUB, geführt. Darin geht es um die Erfahrungen der Studierenden mit psychischen Belastungen im Jurastudium und den möglichen Umgang damit. Der Beitrag kann über die Nomos elibrary abgerufen werden.
(Dez. 2022)
Der von Julian Krüper herausgegebene Band bündelt fünfzig Beiträge zur theoretischen Grundierung, zur interdisziplinären Kontextualisierung und disziplinären Profilierung der juristischen Fachdidaktik in Deutschland. Das Handbuch richtet sich gleichermaßen an die in der rechtswissenschaftlichen Lehre Tätigen wie auch an all diejenigen, die an Grundlagen der Rechtswissenschaft und ihrer Fachdidaktik interessiert sind. Ingke Goeckenjan hat ein Kapitel zu Struktur und Gegenstand des strafrechtlichen Curriculums beigetragen.
(Feb. 2022)
Im Wintersemester findet freitags von 14:00 bis 15:00 Uhr eine Ringvorlesung zum Thema „Sicherheitsparadoxa“ statt.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer.
(Okt. 2021)
Der von Eric Hattke und Michael Kraske herausgegebene Band „Demokratie braucht Rückgrat“ vereint Beiträge, die sich damit befassen, wie die Errungenschaften der Demokratie klarer gewürdigt und wirksamer verteidigt werden können. Die Autorinnen und Autoren zeigen auf, was sich dafür in Politik, Gesellschaft, Justiz und Medien ändern muss. Der Beitrag von Ingke Goeckenjan widmet sich der Frage, wo der Rechtsstaat gegenüber Hassrede und Demokratiefeindlichkeit konsequenter vorgehen muss und warum es dafür nicht immer neue Strafgesetze braucht. Der Band ist auch als Sonderausgabe der Zentralen für politische Bildung verfügbar (z.B. hier).
(Aug. 2021)
Mit einer anlässlich seines 70. Geburtstages erschienenen Festschrift würdigen Kolleginnen und Weggefährten Thomas Feltes als herausragende Persönlichkeit der deutschsprachigen Kriminologie und Polizeiwissenschaft. Der von Andreas Ruch und Tobias Singelnstein herausgegebenen Band „Auf neuen Wegen. Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft aus interdisziplinärer Perspektive“ enthält auch einen Beitrag von Ingke Goeckenjan mit dem Titel „Über Prognosen, die nicht die Zukunft betreffen“.
(Feb. 2021)